درباره ازدواج

Ehe, Liebe und ein Kuss – so, dass es sich reimen muss: Wenn´s dir in Kopf und Herzen schwirrt, was willst Du Besseres haben? Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben!
Johann Wolfgang von Goethe

Ratsam ist und bleibt es immer für ein junges Frauenzimmer, einen Mann sich zu erwählen und womöglich sich vermählen. Erstens: will es so der Brauch. Zweitens: will man´s selber auch. Drittens: man bedarf der Leitung und der männlichen Begleitung; weil bekanntlich manche Sachen, welche große Freude machen, Mädchen nicht allein verstehen; Als da ist: ins Wirtshaus gehen. – Freichlich oft, wenn man auch möchte, findet sich nicht gleich der Rechte; und derweil man so allein, sucht man sonst, sich zu zerstreu´n.
Wilhelm Busch

Denn wo das Strenge mit dem Zarten, wo Starkes sich und Mildes paarten, da gibt es einen guten Klang. Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet! Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
Friedrich von Schiller

Das ist die rechte Ehe, wo Zweie sich geeint, durch alles Glück und Wehe zu pilgern treu vereint. Der eine Stab des anderen, und liebe Last zugleich, gemeinsam Rast und Wandern, und Ziel das Himmelreich.
Emanuel Geibel

Hat versalzen dir die Suppe deine Frau, bezähm die Wut, sag ihr lächelnd: “Süße Puppe, alles was du kochst, ist gut.”
Heinrich Heine

Mit viel Liebe und mit Küssen soll das Leben euch verfließen, bis der schönste Tag erscheint, der für immer euch vereint.
Volksmund

Liebe – sagt man schön und richtig – ist ein Ding, das äußerst wichtig. Nicht nur zieht man in Betracht, was man selber damit macht, nein, man ist in solchen Sachen auch gesmallnt, was andere machen.
Wilhelm Busch

O glücklich, wer ein Herz gefunden, das nur in Liebe denkt und sinnt und, mit der Liebe treu verbunden, sein schön´res Leben erst beginnt. Wo liebend sich zwei Herzen einen, nur eins zu sein in Freud und Leid, da muss des Himmels Sonne scheinen und heiter lächeln jede Zeit.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Die Liebe, welch´lieblicher Dunst! Doch in der Ehe, da steckt die Kunst!
Theodor Storm

Es kann durch die Reise durchs Leben für keinen was Schöneres geben, als einen, der mit ihm fährt, solange die Reise währt.

Ich wünsche mir eine hübsche Frau, Die nicht alles nähme gar zu genau, Doch aber zugleich am besten verstände, Wie ich mich selbst am besten befände.
Johann Wolfgang von Goethe

Und hier besiegeln diese zwei sich dauerhafte Lieb und Treu. Hoch ist der Liebe süßer Traum erhaben über Zeit und Raum.
Wilhelm Busch

Des Menschen Dasein, alt wie jung, lebt zwischen Hoffnung und Erinnerung. Jung, sieht dem Wunsch er alle Tore offen, und alt, erinnert er sich – eben an sein Hoffen.
Franz Grillparzer

Der Weg vom ersten Kuss zum ersten Stadesamtbeschluss ist manchmal lang und manchmal kurz. Für das Ergebnis ist das schnurz!
Unbekannt

Im Geviert, umhegt von Rosen, geh´n voll Eintracht diese zwei. Haben grade sich vermählt, und ob draußen Stürme tosen, ist den beiden einerlei. Denn das einzige was zählt: Sind sie glücklich im Verstecke hinter ihrer Rosenhecke.
Unbekannt

Auf dies Brautpaar regnet´s Herzen, doch sie stören sich nicht dran. Hat ein Herz man erst gefunden schaut man andre nicht mehr an.
Unbekannt

Unter einem Baldachin trägt er sie und sie nicht ihn, denn so will´s der alte Brauch. Umgekehrt ging es zwar auch, doch siegt hier die Tradition über Emanzipation.
Unbekannt

Ihr feiert Hochzeit auf eure Weise, macht jedes Jahr eine Hochzeitsreise, oft sind’s ein paar Kilometer nur, manchmal Spaziergänge in die Natur, stets nur ein Foto, und nur von euch zwei’n, dann geht’s zurück in den Alltag hinein. Ihr liebt euch noch immer, das ist uns klar. Wir freun uns aufs Foto von diesem Jahr.
Unbekannt

Tatsächlich ist es kaum zu fassen wie gut die zwei zusammenpassen. Sie sind, das ist uns allen klar, fürwahr ein ideales Paar. Drum jubeln wir aus vollen Kehlen: Welch Glück, dass sie sich heut vermählen.
Unbekannt

Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel und dringt durch alles sich; sie ist ohn´ Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel, und schlägt sie ewiglich.
Matthias Claudius

Hochzeitswunsch: Teures Paar, des Glückes Neid muss euch nimmermehr versehren, und die Macht der Sterblichkeit schade nimmer euren Ehren. Gebe Gott, dass übers Jahr in der Mutter Armen lache das, was euch, o edles Paar, nach dem Tode lebend mache.
Friedrich von Logau

Du hattest kein Glück und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.
Friedrich Rückert

Führt, sternenreine Engelein, die Braut auf guter Weide, durch Lieb und Leid, bis klar und rein der Geist im Lilienkleide sich scheidet von dem Dornental und mit uns singt beim Hochzeitsmahl: “O Stern und Blume, Geist und Kleid Lieb, Leid und Zeit und Ewigkeit!”
Clemens Brentano

Wenn, wie ihr, zwei sich haben wirklich gern, dann steht auch ihre Ehe unter einem guten Stern. Wir wünschen euch jedenfalls nur Sonne und nach jedem Wölkchen wieder Wonne! Zeiten gibt es, da des Glücks zu viel, und Zeiten, da es zu wenig. Tage gibt es, da du Bettler bist, und Stunden, in denen du König.
Cäsar Flaischlen

Lehn´ deine Wang´ an meine Wang´, dann fließen die Tränen zusammen; und an mein Herz drück´ fest dein Herz, dann schlagen zusammen die Flammen! Und wenn in die große Flamme fließt der Strom von unsern Tränen, und wenn dich mein Arm gewaltig umschließt – sterb´ ich vor Liebessehnen!
Heinrich Heine

Was passt, das muss sich ründen, was sich versteht, sich finden, was gut ist, sich verbinden, was liebt, zusammen sein. Was hindert, muss entweichen, was krumm ist, muss sich gleichen, was fern ist, sich erreichen, was keimt, das muss gedeihn. Gib treulich mir die Hände, sei Bruder mir und wende den Blick vor deinem Ende nicht wieder weg von mir. Ein Tempel, wo wir knien, ein Ort, wohin wir ziehen, ein Glück, für das wir glühen, ein Himmel mir und dir!
Novalis

So viel Flocken Schnee, so viel Ach und Weh, so viel Tropfen Regen, so viel Glück und Segen!
Volkstümlich

Ein Bisschen mehr Freude, weniger Streit, etwas mehr Güte, weniger Neid, auch viel mehr Wahrheit immerdar, und viel mehr Hilfe bei Gefahr, ein Bisschen mehr wir, weniger ich, ein Bisschen mehr Kraft, nicht so zimperlich, und viel mehr Blumen während des Lebens, denn auf Gräbern sind sie vergebens.
Unbekannt

Aus den Eltern Macht und Haus tritt die züchtige Braut heraus an des Lebens Scheide – geh und lieb und leide! Freigesprochen, unterjocht, wie der junge Busen pocht im Gewand von Seide – geh und lieb und leide! Frommer Augen helle Lust überstrahlt an voller Brust blitzendes Geschmeide – geh und lieb und leide! Merke dir´s, du blondes Haar: Schmerz und Lust Geschwisterpaar, unzertrennlich beide – geh und lieb und leide!
Conrad Ferdinand Meyer

Bin ich entfernt von dir, bin ich im Traum bei dir, Redest mit mir, Dass du mir tausendmal, dass du mir tausendmal, dein Herz geschenkt. Wenn ich ein Mädchen seh’, geh ich gleich hin zu ihr, Schau ihr ins Gesicht. Da ich aber näher tritt sind es ihre Äuglein nicht und nicht ihr Gesicht. Es ist kein Stund in der Nacht, wo nicht mein Herz erwacht und an dich Denk, dass du mir tausendmal, dass du mir tausendmal dein Herz geschenkt.
Gereimtes

Ein Lächeln für beide, ein Lachen für zwei, in Freud und im Leide Glückseligkeit dabei. Ein Wort für die Lieb, ein “Nimm dir und gib”, ob heiter, ob trübe, das Glück ist ein Schmied. Ein Druck für die Hände, ein du, das gefällt, ein Band ohne Ende, das ewig uns hält.
Georg Ihmann

Nimm an mein Herz und halt es wohl, geschlossen ist der Bund. Verbunden sind wir durch ein Ja, durch Hand und Ring und Mund. Die Liebe hat uns angesehen mit jedem Schritt und Tritt. Der Tag, die Stunde und das Jahr gehen als Begleiter mit. Ich freue mich und das ist wahr, dass du mir jetzt gehörst.
Georg Ihmann

Lass uns zusammenhalten in Sorge, Freud und Leid, dann werfen die Gewalten uns nicht aus unserer Zeit. Lass uns zusammenstehen, ob Sturm, ob Windgebraus, wenn wir zusammen gehen, wird größtes Glück daraus.
Georg Ihmann

Das Liseli sieht so freundlich aus, Will heute Hochzeit machen; Ein Engel Gottes soll ihr Haus Und ihren Hof bewachen!
Matthias Claudius

Der eine tuts um die Dukaten, der zweite um ein hübsch Gesicht, der dritte darf nicht länger warten, der vierte, weil Mama so spricht. Der fünfte will sich einmal setzen, der sechste ist nicht gern allein, der siebte hofft, sich zu ergötzen, der achte möcht auch einmal frein, beim neunten sind es Mitleidstriebe, doch ihr – ihr heiratet sicher nur aus Liebe.
Wilhelm Busch